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Posts Tagged ‘Liebe’

Vergebung

2010/10/14 2 Kommentare

Früh morgens saß sie schon in einem kleinen Cafe in der Baystreet und schaute auf die Straße. Es war Herbst und die Blätter fielen goldrot gefärbt von den Bäumen. Sie hatte ihren Kaffee in der Hand, er war noch zu heiß um ihn zu trinken, deshalb wärmte sie sich damit ihre Hände. Aus dem Kaffeebecher stieg kleiner Dampf empor der sich langsam in eine, für ihn, neue Welt bewegte.
Sie starrte verträumt aus dem großen Seitenfenster des Cafes an dem schon kleine Eisblumen zu sehen waren. Von hier aus hatte sie einen guten Überblick über die ganze Straße. Sie liebte es die Leute zu beobachten wie sie durch die Straße gingen. Es war draußen schon so kalt das man den Atem der Menschen sehen konnte. Sie lächelte, denn sie stellte sich vor das alle Menschen Dampflokomotiven sind die durch die Straße schnauben.
Sie schlürfte langsam an ihrem Kaffee während sie weiter mit den Gedanken abschweifte.

Die Tür öffnete sich und die Türglocke klingelte. Ein Mann kam in das Cafe. Er ging zum Tresen bestellte sich einen Kaffee, zog seinen Mantel aus und ging in ihre Richtung. Sie kannte ihn, es war John. Er begrüßte sie wie immer, gab ihr einen Kuss und umarmte sie zart, sagte aber dabei kein Wort. Er setzte sich auf den Stuhl gegenüber zog eine kleine Zeitung heraus und fing an darin zu lesen.
Schweigen.
Sie fragte sich innerlich ob er immer noch wütend auf sie sei.

Flashback

Letztes Wochenende auf einem Treffen hatte sie einige Details aus seinem Leben in einer Runde weitererzählt und sich darüber lustig gemacht. Leider hatte sie nicht gewusst das er gerade in der Tür stand und alles mitbekommen hatte. Erst als die Anderen sie komisch belächelten, hatte sie geahnt was Sache war. Als sie sich umdrehte sah sie seinen bösen Blick und wie er wegging.
Sie war ihm hinterher gelaufen und entschuldigte sich, normalerweise hält sie immer Geheimnisse für sich behält, aber diesmal hatten die Anderen es geschafft sie zu so etwas zu provozieren. Aber mehr als ein „Lass mich in Ruhe“ erhielt sie nicht als Antwort. Der Abend war gelaufen.

Gegenwart

Die Kellnerin brachte ihm seinen Kaffee, fragte ihn ob er noch etwas haben wolle.
Er dankte, die Kellnerin ging.
In ihr kamen nun Fragen und Zweifel auf.
„Ist er immer noch wütend auf mich?
Aber dann wäre er nicht wie immer zum Treffen gekommen?
Wahrscheinlich hasst er mich.
Aber wenn ja, warum hat er mich dann so begrüßt?
Warum kann ich die Zeit nicht zurück drehen?
Es ist bestimmt aus mit unserer Freundschaft, er wird mir nie wieder vertrauen?
Aber wieso ist er dann hier, warum war er so zärtlich zu mir?
Ich versteh das alles nicht?“
Er griff nach seinem Becher, nippte daran und stellte ihn wieder auf den Tisch, legte die Zeitung weg, beugte sich leicht nach vorne, schaute ihr dabei tief in die Augen und sagte: „Ich…“
Sie fiel ihm ins Wort: „Egal was du jetzt sagen wolltest, ich wollte nur sagen dass es mir unendlich Leid tut was am Wochenende passiert ist. Und ich jetzt total verstehen kann das du mich hasst und auch enttäuscht von mir bist. Aber was passiert ist, ist passiert und ich kann es jetzt nicht mehr ändern, obwohl ich es gerne tun würde. Ich bin jetzt bereit für das alles gerade zu stehen.“
Er fing an zu lächeln, nahm ihre Hand, streichelte sie und sagte ganz ruhig:
„Alles ist schon lange vergeben und vergessen“

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Ein Freund

Es ist schön sich bewusst zu sein, dass man jemanden hat der für dich da ist.
Einen Menschen dem man vertraut, und bei dem man weiß das er dich genauso braucht wie du ihn.
Das gibt einem das Gefühl von Geborgenheit und man braucht vor nichts mehr Angst zu haben.

„Ein Freund, ein guter Freund,
das ist das Schönste was es gibt auf der Welt.
Ein Freund bleibt immer Freund
und wenn die ganze Welt zusammenfällt
…“ (Comedian Harmonists)

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Lass los

Jetzt bist du da in dieser Situation hast weißt nicht wohin stehst auf der Stelle kommst nicht weg
deine Probleme sind Fesseln für sie halten dich fest lassen nicht los holen dich zurück
dahin wo du bist ist alles leer kalt und dunkel kein lachen sondern schmerz
doch jetzt ist dein Herz dein Verstand vertrau auf die Liebe die dir deine Hoffnung gibt
die dich weiter treibt, die dich weiter treibt

Schritt für Schritt jedes Stück das du weiter gehst bringt dich dahin wo alles angefangen hat
Mach Schluss setz ein Ende reis dich aus dem Kreis heraus
kämpf dagegen an
und lass endlich los
was du nicht brauchst

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Kompass

Bäume aus Gold ziehn an uns vorbei
Sterne schaun uns zu
Wir haben den Schlüssel für eine neue Welt
finden am Ende des Horizonts eine Tür
treten ein in eine Dimension von Träumen
Wir entdecken neues Land, vergessen was war

Schau auf den Kompass
nenn mir die Richtung in die wir gehn
Schau auf den Kompass
zeig mir den Weg
durch mich selbst

Tauchen ein in ein Universum von Gedanken
Sehen Seifenblasen gebaut aus Wünschen
Laufen auf Wegen gepflastert aus Wolken
Finden Schätze aus Glück und Liebe
Bereisen die (tiefsten) Tiefen des Meers aus Gefühlen

Schau auf den Kompass
nenn mir die Richtung in die wir gehn
Schau auf den Kompass
zeig mir den Weg
durch mich selbst

Erklimmen die höchsten Berge aus Visionen
Suchen nach Sinn, Ziel und (nach) uns selbst
Hören Worte die kommen und gehen
Die Windmühlen der Zeit drehen sich rückwärts

Schau auf den Kompass
nenn mir die Richtung in die wir gehn
Schau auf den Kompass
zeig mir den Weg
durch mich selbst

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Wie aus der Mücke ein Elefant wurde

2010/04/13 2 Kommentare

Es ist meistens nur eine Kleinigkeit die uns dazu verleitet Großes zu bewirken. Ob es Positiv oder Negativ ist, stellt man nur fest wenn man sich die Situation im Ganzen ansieht.
Es war nur eine Kleinigkeit, für die es sich nicht gelohnt hat stur zu sein. Aber da man sich ja schon seid langem auf diese Kleinigkeit gefreut hat, beharrt man darauf und will es durchsetzen. Da man soetwas aber erst im Nachhinein weiß, ist es dann schon zu spät. Danach kommen meistens noch ungewollte Missgeschicke dazu die diese Kleinigkeit zu etwas großem werden lassen.

Sie hätte nur ein Wort sagen müssen. Ich wollte ja, aber sie stand da und sagte kein Wort. Sie schaute mich an, einfach nur an. Ich sah wie sie wollte, wie sehr sie es sich wünschte, aber ich blieb still. Ich wusste nicht wie ich reagieren sollte. Ich sagte ihr ja bereits das es nicht wichtig ist, aber sie müsse entscheiden was sie möchte. Ich kann ihre Entscheidungen nicht treffen, das muss sie selber machen.
Es hatte sich nichts geändert. Wir schwiegen. Stille.
Wir schauten uns an und fragten uns selbst in Gedanken: Was mag der andere wohl denken?
Sie zog ihre Jacke an und ging zur Tür. Schweigen.
Das einzige was man hörte waren unsere Schritte im Flur.
Wir standen noch eine kurze Zeit in der Tür. Ein flüchtiger Abschiedskuss. Pflichtprogramm. Sie ging.
In den darauf folgenden Stunden, kam kein Zeichen, kein Signal. Ungewissheit.
Am nächsten Tag nur ein kurzes, flüchtiges Gespräch. Danach zwei verpasste Anrufe. Ich rief zurück, aber ich hörte nur den monoton klingenden Freiton.
Sie nahm nicht ab.
Vielleicht hat sie es nicht gehört? Oder sie wollte nicht abnehmen?
Aber wozu rief sie dann an?
Funkstille.
Einen Tag später Diskussion und Ping Pong. Keiner wusste eine Lösung. Wir drehten uns im Kreis, aber nicht zum Spaß, sondern aus Verzweiflung.
Ist Liebe wirklich nur ein Spiel, ein Spiel das jeder spielen möchte und spielt, aber die Regeln nicht kennt?
Wir wussten beide nicht was die Zukunft für uns vorbereitet hat.

So wurde aus der Mücke ein Elefant.

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Zweifel

2010/03/22 2 Kommentare

Sind es Zweifel die einen Menschen dazu führen sein Leben nocheinmal neu zu erkennen?
Ist es Erkenntnis wenn man sein Leben versucht zu verändern?
Ist es Veränderung vor der wir uns fürchten, weil wir Angst haben etwas zu verlieren?
Können wir verlieren ohne dabei jemanden zu verletzten?

Verletzen wir, weil wir verlieren?
Verlieren wir, weil wir verändern?
Verändern wir, weil wir erkennen?
Erkennen wir, weil wir zweifeln?

Ist es so schwer einen Menschen zu lieben ohne einen anderen, den man liebt, zu verletzen, ohne diesen wiederum zu verlieren. Sein eigenes Leben zu verändern, weil man erkannt hat man geht den falschen Weg. Meine Erkenntnis daraus sind Zweifel die mich erdrücken.

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